BLICK vom 30.06.2013

Duderstädter Reiterinnen dominieren in Lipprechterode

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Michelle Carolin Barthel auf Pertino (Foto: Wolfgang Barthel)

Beim Reitturnier im thüringischen Lipprechterode bei Bleicherode/Nordhausen, gleichzeitig Austragungsturnier für die Kreisju­gendspiele des LK Nordhausen, sorgte eine kleine Abordnung vom Duderstädter RC 78 (Jaqueline Feesche/16 Jahre und Michelle Carolin Barthel/ 15 Jahre) für Aufmerksamkeit. Zwar waren die besten jungen Reiter des Landkreises Nordhausen am Start, doch Preisrichter Sven Poppe kam nicht umhin zu bemerken, dass nicht die regionalen Nordhäuser Reiter, sondern Duderstadt das Springen im Griff hatte.

Michelle Carolin Barthel siegte mit ihrem zehnjährigen erfahrenen Hannoveraner Pertino in der „Punktespringprüfung Kl. A* Jahrgang 1992+ jünger“ mit voller Punktzahl und der schnellsten Zeit. Komlettiert wurde der Erfolg in diesem Wettbewerb durch den zweiten Platz von Jaqueline Feesche auf Larino mit ebenfalls voller Punktzahl.Zuvor hatte Jaqueline mit Larino bereits den Sieg im Dressurwettbewerb Kl. E mit 8,0 Punkten gewonnen. In der letzten Springprüfung Kl. A* mit Stechen des Turniers erreichte Jaqueline im Stechen den dritten Platz. Michelle verpasste das Stechen durch einen Abwurf knapp.

100.000 Euro für zehn Pferdesportvereine im Landesverband Hannover

100.000 Euro für zehn Pferdesportvereine im Landesverband Hannover

 
 Anlässlich der Mitgliederversammlung des Pferdesportverbandes Hannover in Verden wurden zehn Vereine aus dem Verbandsgebiet mit der Prämienpartnerschafts-Urkunde der Horst-Gebers-Stiftung ausgezeichnet. Verbunden ist damit eine Fördersumme von insgesamt 100.000 Euro. Von 31 Vereinen, die sich beworben hatten, kamen 16 in die Endrunde und wurden von einer Fach-Jury besichtigt. Jeweils 10.000 Euro Ausbildungsförderung der Stiftung gehen nun an die Top-Ten der Vereine. Dies sind: RFV Echem-Scharnebeck, RC Braunschweig Lehndorf, Duderstädter RC, RFV Harsum, RFV St. Georg Barsinghausen, RV Wilkenburg, RFV Maasen-Sulingen, RC Rotenburg, RV Zeven und RV Sleipnir Sellstedt.Durch die Kooperation zwischen HGS Horst Gebers Stiftung, T.-BS Sportmarketing GmbH und dem Pferdesportverband Hannover konnte diese neue Ausbildungsoffensive in den Vereinen gestartet werden. Sie eröffnet Möglichkeiten, eine nachhaltige Jugendarbeit im Springsport in den Vereinen aus der Breite heraus zu fördern und weiterzuentwickeln. Mit 60.000 Euro werden 2012 von der HGS (Horst-Gebers-Stiftung) zusätzlich das nationale Jugendturnier in Verden und das Jugendcamp auf dem HannoverschenLandesturnier HA.LT unterstützt, so dass der Pferdesportverband Hannover 2012 insgesamt 160.000 Euro in die Förderung des niedersächsischen Junioren-Springsports investieren kann.Möglich gemacht hat diese Kooperation Axel Milkau, frisch gewählter Vorsitzender des Pferdesportverbandes Hannover, Turnierveranstalter der Braunschweiger Löwen Classics und Berater der HGS. In Braunschweig hatte Milkau Mitte März die neue Ausbildungs-Stiftung im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Das verstorbene Ehepaar Gebers war selbst aktiv im Reitsport und gründete die Horst-Gebers-Stiftung zur Förderung des niedersächsischen Junioren-Springsports. Die Pferdesportvereine des Verbandsgebietes Hannover konnten sich um Zuschüsse zur Ausbildungsarbeit an der Basis bewerben. Eine Jury, die mit Ausbildern und Mitgliedern der Verbandsausschüsse besetzt war, wertete 31 Bewerbungen aus, machte sich vor Ort ein persönliches Bild der Ausbildungsarbeit in den Vereinen und filterte die Top-Ten heraus. „Die Vereine hatten erstaunlich unterschiedliche Schwerpunkte. Durchweg zeichnet sie ein sehr großes Engagement in der Ausbildungsarbeit von Kindern und Jugendlichen aus“, so Jury-Mitglied Heiko Wahlers, der den Vereinsvertretern herzlich gratulierte.„Spitzensport fängt an der Basis an. Wir möchten die Heimtrainer und die Ausbilder vor Ort im Verein an der Basis fördern. Das Geld soll neue Motivation und ein Gemeinschaftsgefühl freisetzen. Dieser Vertrag ist allein von der Größenordnung einmalig  und ein super Signal vom Verband. Natürlich sollen die Summen der Prämienpartnerschaft sinnvoll eingesetzt werden. Deswegen werden Vereine auch begleitet und die Ausbildungsarbeit dokumentiert. Wir möchten diese Förderung vor Ort in den Vereinen langfristig etablieren, so dass auch anderen Vereine die Chance bekommen sollen, ausgewählt zu werden, um die Top-Ten zu kommen“, so Axel Milkau.