Eichsfelder Tageblatt 27.08.2014

Zufriedenheit überall

Reitturnier des RC 78 Duderstadt: Veranstalter ziehen positives Fazit / Mackerodt siegt im M-Springen
 

Duderstadt. Rundum Zufriedenheit und sogar Freude herrschte auf der herrlichen Reitanlage des Duderstädter Reitclubs von 1978 bei dem verantwortlichen Vorstand Annette Adam, Jörg Fredershausen und Gregor Senge. Ohne Verletzungen, Zwischenfälle und bei erträglichem Wetter verlief ihr traditionelles Reit- und Springturnier, verließen die überwiegend aus Thüringen, Hessen und Niedersachsen angereisten Teilnehmer mit ihren rund 250 Pferden insgesamt unversehrt das Terrain am Rande der Eichsfeldstadt.

Im Mittelpunkt des jährlich ausgerichteten reitsportlichen Spektakels standen die Springprüfungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade mit dem M-Springen mit Siegerrunde um den „Großen Preis der Sparkasse Duderstadt“ am Sonntagnachmittag, zu dem sich selbst der sonst oft verhangene Himmel von seiner strahlendsten Seite zeigte. 20 Amazonen und Reiter hatten für das wertvollste Ereignis mit Preisgeldern bis zu 400 Euro gemeldet, darunter mit Kathleen auf „Cordella 3“ sowie Lena auf ihrem Vierbeiner „Dree Boeken‘sVamous“ auch die beiden Töchter von Jörg Fredershausen. Dieser gehörte nicht nur der Turnierleitung an, sondern war auch für den Aufbau der Hindernisse im Parcours zuständig. Sein Vater August gründete übrigens vor 36 Jahren den Duderstädter Verein, erbaute auf dem Familienareal den Parcours und die Reithalle.Die beiden Schwestern qualifizierten sich allerdings nicht fürs einmalige Stechen, das mit einem Nullfehler-Ritt und der besseren Zeit Julia Mackerodt aus dem thüringischen Immenrode auf ihrem Wallach „Escumano“ vor dem ebenfalls fehlerfreien Obereichsfelder Peter Fiege auf der Stute „Kasandra“ gewann. Dritter wurde der für den RV Lippoldshausen bei Hann. Münden reitende Tscheche Roman Duchac auf „Coco d‘Eclipse“, denen ein Abwurf unterlief.

Lobende Worte für das Engagement des heimischen Reitvereins mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfern sowie den niveauvollen Reitsport fand bei der Siegerehrung, die er unter anderem mit Sparkassendirektor Markus Teichert vornahm, Bürgermeister Wolfgang Nolte. „Ohne die zahlreiche Mithilfe unserer insgesamt 150 Mitglieder sowie der finanziellen und materiellen Unterstützung etlicher Sponsoren wäre die Durchführung unseres Turniers auf diesem Niveau nicht möglich“, betonte ergänzend Annette Adam, die als Kassenwartin bestens über die finanziellen Belastungen und Anforderungen Bescheid weiß. Stolz war der Verein über seine aktiven Mitglieder, die sich in allen 22 Prüfungen im Springen und in der Dressur platzierten. Siege feierten mitunter sogar zweifach Lucy Conrady, Nils Hellmold, Anja Mecke, Michelle Carolin Barthel und Antonia Adam.

Große Freude bereiteten am frühen Sonntagnachmittag vor dem M-Springen die jüngsten Teilnehmer am Führzügel-Wettbewerb in zwei Abteilungen den zahlreichen Reitsportfreunden am Rande des Parcours. „Sie sind zwischen vier und zehn Jahre alt,“ erklärte Gregor Senge als zweiter Vorsitzender. Aber trotz ihres geringen Alters zeigten sie schon viel Talent auf dem Rücken ihrer geliebten Vierbeiner beim Kreisen des Parcours, der sich in einem sehr guten Zustand während der drei Tage präsentierte.

In der ersten Abteilung belegten Ricarda Arend und Philine Gäbel (RV St. Georg Nesselröden) die Ränge eins und zwei unter den kritischen Augen der Richter mit Prof. Dr. Peter Scharff an der Spitze, in der zweiten landeten Ida Koch sowie die fünfjährige Emilia Kozyrski auf den Plätzen drei und vier, während Frieda Stanisch vom Ländlichen Reitverein Duderstadt Sechste wurde.

Ganz besonders eilig hatte es nach dem abschließenden Standardspringwettbewerb der versierte Parcoursprecher Peter Kiefer. „Ich muss heute noch mit dem Auto zurück in meinen Wohnort Bad Aibling bei Rosenheim“, informierte der 65-Jährige, der früher selbst als Spring- und Dressurreiter an internationalen Turnieren teilgenommen hatte, viele Asse des Springreitens und der Dressur persönlich kennt und ein Intimus des unvergesslichen Reitsportmoderators Hans-Heinrich Isenbart war. „Ich besuche viel lieber die kleineren Turniere wegen der angenehmen persönlichen und familiären Atmosphäre“, berichtet der Fachmann, der sogar die German Open in der Stuttgarter Schleyerhalle mit ins Leben rief und in Duderstadt die zahlreichen Besucher fachlich, informativ und rhetorisch durch die zahlreichen Prüfungen begleitete.

„Jetzt bauen wir in den nächsten Tagen noch alles ab und laden in rund drei Wochen die zahlreichen Helfer und Unterstützer als Dankeschön zu einer gemeinsamen Feier ein“, bemerkte Annette Adam nach dem letzten Sprung im Parcours und freut sich gemeinsam mit ihren Mitstreitern schon heute auf die nächste Auflage im kommenden Jahr 2015.